Kredite für Unternehmen

Unternehmenskredite im Gegensatz zu Krediten von Privatpersonen

Geschäftsmann zählt Münzen
(Foto: Jozsef Szocs - fotolia.de)

Bei Krediten an Privatpersonen und im Gegensatz dazu an jene für Geschäftskunden gibt es beträchtliche Unterschiede. Privatkunden sind meist abhängige Beschäftigte oder Leute, die kein eigenes Gewerbe betreiben.

Verbraucherschutz gilt nicht für Unternehmen

Besondere Vorschriften des Verbraucherschutzes sind bei Krediten an Privatkunden, nicht aber bei solchen an Unternehmen anzuwenden. Konkret geht es etwas um den Ausweis des effektiven Jahresszinssatzes. Für die Kreditaufnahme (bei Privatpersonen) muss man volljährig sein und und in der Regel ein festes Einkommen nachweisen. Geschäftskunden hingegen sind Vollkaufleute - hier findet keine Anwendung des Verbraucherschutzes statt.

Außerdem ist der Kapitalmarkt Unternehmen leichter zugänglich, zwischen Kreditfinanzierung und sonstiger Finanzierung ist nicht so leicht zu unterscheiden.

Auch Unternehmen benötigen Kredite
Auch Unternehmen benötigen Kredite (Foto: Halfpoint - fotolia.de)

Geschäftskunden sind zwar Vollkaufleute, doch Privatpersonen haben den Vorteil, dass sie meist in einem festen Arbeitsverhältnis stehen und dadurch regelmäßig Geld beziehen - Selbständige sind oft auf Aufträge angewiesen, die nur schlecht bezahlt werden. Trotz allem haben es Unternehmen nicht schwerer an Kredite zu kommen als Private, doch die Modalitäten, Bedingungen und Beträge sind durchaus unterschiedlich. Kredite für Investitionen und Betriebsmittel erhalten Geschäftskunden in der Regel nur nach vorheriger Schufa-Auskunft. Auch bei Privatkunden wird häufig eine Schufa-Auskunft verlangt, es gibt für diese jedoch die Möglichkeit, Kredite ohne Schufa-Auskunft zu bekommen (interessant etwa für Arbeitslose oder Leute mit negativem Schufa-Eintrag).

Arten von Unternehmenskrediten

  • Investitionskredite sind Darlehen, die Gegenstände des Anlagevermögens finanzieren
  • Betriebsmittelkredite dienen der Finanzierung des Umlaufvermögens
  • Warenfinanzierungen sind Barkredite, meist auf Sonderkonten verbucht, die in der Regel nur kurzfristig gewährt werden
  • Schuldscheindarlehen sind Kredite, die nicht nur von Banken gewährt werden, es geht um Kapitalbeschaffung
  • Diskontkredite dienen dem Ankauf von Waren
  • Avalkredite sind Kreditlinien für die Bürgschaften- oder Garantie-Übernahme für Gewährleistung und Zölle durch die Banken
  • Unter strukturierten Krediten versteht man Kredite, bei denen es zu weiteren Absprachen wie Umschuldungsvereinbarungen kommt
  • Rembours- und Akzeptkredite spielen im Außenhandel eine tragende Rolle: Banken treten hier in die Haftung für einen Wechsel ein und verbessern dadurch dessen Bonität
  • Roll-over-Kredite sind festverzinsliche Kredite, bei denen der Zinssatz in gewissen Abständen, nach der jeweiligen Marktsituation, neu angepasst wird

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